FrauenVermögen Wissenswertes

FrauenVermögen: Wissenswertes

Ob aktuelle Zusammenhänge im Finanzmarkt, kaum verständliche Terminologien oder spezielle Anlageprojekte, in „Wissenswertes” greifen wir die Themen auf, die gerade auch für Ihre persönliche Finanzwelt von Interesse sein könnten. Und das in dem Stil, den Sie von FrauenVermögen kennen - einfach und verständlich. Lesen und überzeugen Sie sich selbst:

Wissenswertes zum Thema Energiegewinnung aus Wasserkraft

Bereits seit dem zweiten Jahrhundert vor Chr. begann sich der Mensch Wasserkraft in Form einfacher Wasserräder nutzbar zu machen. Im Mittelalter setzte sich das Wasserrad als allgemeine Antriebsmaschine endgültig durch. Vor allem in Klöstern wurden viele Anlagen mit Wasserkraft betrieben. Mit Hilfe einer sogenannten Daumenwelle konnte die Drehbewegung des Rades dann in eine Hin- und Herbewegung umgewandelt werden. Ab diesem Zeitpunkt war es möglich Wasserräder auch in Schmieden, Schleifereien oder Sägewerken einzusetzen. Bis ins 19. Jahrhundert hatte die Wasserkraft damit eine herausragende Stellung als Antriebsquelle.

Doch was ist heute? Über Wasserkraft wurde die letzten Jahre wenig geredet. Sie war einfach da. Und gehört aber lange noch nicht zum alten Eisen! Denn weltweit ist die Wasserkraft heute die am meisten genutzte regenerative Energiequelle.

Weltweit werden derzeit etwa 20% des Bedarfs an elektrischer Energie aus Wasserkraft gedeckt. Das nutzbare Potential an Wasserkraft ist jedoch fünfmal so groß, so dass Wasserkraftwerke einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Weltenergieproblems leisten können.

In Bayern hat beispielsweise Wasserkraft eine lange Tradition und stellt ca. 60% des Anteils aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2010 kamen 15% des gesamten Stromverbrauchs aus der Wasserkraft - im Vergleich dazu liegt der Bundesdurchschnitt bei 3%.

Die wichtigsten Arten an Wasserkraftwerke sind:

Laufwasserkraftwerke: Die Fallhöhe des Wassers ist nicht besonders hoch, aber die Menge an durchfließendem Wasser ist groß. Die Kosten für die Errichtung dieser Anlagen sind hoch, aber dann ist der Betrieb sehr kostengünstig und die Lebensdauer sehr, sehr lang.

Speicherkraftwerke: Das größte dieser Art in Deutschland ist das Walchenseekraftwerk in Bayern. Die Fallhöhe beträgt 200 Meter. Diese Kraftwerke können vor allem für notwendige Energiespitzen in den Hauptzeiten dienen.

Pumpspeicherkraftwerke: Wasser als große Batterie und damit Energiespeicher. Überschüssige Energie wird verwendet, um Wasser nach oben zu pumpen. So wird Energie gespeichert. Um sie zu aktivieren, wird das Wasser nach unten abgelassen, so dass die Turbinen wieder Strom produzieren. Ein Viertel der Energie geht bei dieser Art der Speicherung allerdings verloren.

Wasserkraft ist heute wieder sehr modern geworden - und das Potential für die Zukunft groß.